Alice under Ground

Musical nach Lewis Carroll
Musik von George Letellier und Serge Tonnar
(in englischer und französischer Sprache)

Premiere: 2. August 2002, Internationales Festival Wiltz

Am Nachmittag des 4. Juli 1862 unternimmt der 30-jährige Oxforder Mathematikdozent und Spielerfinder Charles L. Dodgson gemeinsam mit der 11-jährigen Alice Pleasance Liddell und ihren zwei Schwestern eine Bootsfahrt. Beim anschließenden Picknick erzählt er den Mädchen die wundersame Geschichte von Alice.
Alice fällt durch einen Kaninchenbau und verlässt dabei die Realität. In dem schaurig schönen Land, das sie dann betritt, begegnet sie seltsamen Gestalten wie dem Hutmacher, der bösen Herzogin und der Grinsekatze, die alle rätselhaft-alogische Spiele mit ihr veranstalten. Unter dem Pseudonym Lewis Carroll schreibt Dodgson später die Geschichte auf: „Alice in Wonderland“ erlangt Weltruhm.
Carrolls traumhafte Geschichte ist und bleibt eines der faszinierendsten Märchen der jüngsten Vergangenheit. Inspirierend nicht nur für Claude Mangen, der sich mit einer reinen Textbearbeitung nicht begnügte, sondern die Hintergründe der Erzählung, nämlich Carrolls latente Pädophilie und dessen tatsächlich stattgefundenen Ausflüge mit Alice, in der er sie selbst zur Hauptfigur seiner Erzählungen machte, ineinander verwob. Inspirierend auch für die beiden Musiker George Letellier und Serge Tonnar, die eine wunderbare Musik aus Rock, Jazz, Pop, Klassik und zeitgenössischer Musik für ein 8-köpfiges Orchester erfanden, wobei sie den märchenhaften unterirdischen bzw. unterbewussten Stationen auf dem Weg durch Carrolls Traum-/Alices Alptraumland folgten.

Presse:
„Alice under Ground“ ist der schönste Beweis, dass es sich lohnt, auf Kunst zu setzen
(Telecran)

Alice under Ground: ein Wunder! Ein vollkommenes Schauspiel, das eine bessere Bezeichnung als die des Musicals verdient.
(Le Quotidien)

George Letellier und Serge Tonnar haben mit ihrer Vertonung des Lewis Carroll-Märchens Maßstäbe an eleganter Verarbeitung unterschiedlichster Farben und Schattierungen (…) eine breite Palette an musikalischen Farben verwendet und zu einem homogenen Ganzen verarbeitet
(Lëtzebuerger Land)

Das Ganze stolziert in burlesken Masken und farbenprächtigen Kostümen daher. Vor allem aber ist es in eine Musik gekleidet, die sich „Musical“ nennt, obwohl sie der grob gestrickten, uniformen und naiven Melodik, die dieses Genre gewöhnlich seinen Fans zu bieten hat, haushoch überlegen ist.
(Luxemburger Wort)


Regie: Claude Mangen
Choreografie: Bernard Baumgarten
Bühne: Tanja Frank – Lisi Teisen – Rolf Giesler
Kostüme: Tanja Frank – Janine Mailliet – Peggy Wurth
Requisiten: Josette Braun-Feinen
Maske: Joël Seiller
Regieassistenz: Marianne Lauer
Produktionsleitung: Daniel Tanson

Darsteller: Shlomit Butbul, Paulo Cardoso, Sarah Cattani, Pascale Deneft, Mady Durrer, Frédéric Frenay, Markus Haase, Gunther Henne, Sascha Ley, Jamila Salmi, Serge Schonckert, Serge Tonnar

Musiker: Lisa Berg, Alain Coch, Laurent Hoffmann, Jorsch Kass, Vania Lecuit, George Letellier, Benoît Martiny, Serge Tonnar

Koproduktion mit dem Festival Wiltz 2002, LA FABRIQUE de théâtre (B), TDM