Destin-Destination

von Jean Portante
in französischer Sprache

Premiere: 7. April 1999
im Reitstall (Fondation Emile Mayrisch), Schloss Colpach

Claire und Fred, ein tragisches Liebespaar, bereiten in ihrem Hotelzimmer etwas Schreckliches vor – ein Attentat, einen Mord oder Selbstmord? In ihrer Isolation, voll bepackt mit den Emotionen derer, die sich dem Tod geweiht haben, lassen sie sich in Vertraulichkeiten ergehen. Gleichzeitig werden sie von ihren ungleichen Doppelgängern beobachtet, Antoine und Victor. Zwischen diesen Vieren bewegt sich das Schicksal, der Autor, der die Fäden dieser unumgänglichen Tragödie ziehen kann und das furchtbare Los der Moderne, das unwiderrufbar im Tod endet, veranschaulicht. Die zeitgenössische Tragödie
„Destin-Destination“ wird wieder an einem der ungewöhnlichen Orte inszeniert, deren Geheimnisse Claude Mangen kennt: im Reitstall des Schloss Colpach wird die Metapher des personifizierten Schicksals sich in der Rolle eines Pferdes zusammenspinnen.

Presse:
Eine packende Röntgenaufnahme der ‘condition humaine’ in den Zeitläufen der späten Moderne. Ein unter die Haut gehendes Stück des Theaters der Unmittelbarkeit, das kein Entrinnen des Publikums zulässt. Mangens Regiestil setzt voll auf die gestische und mimische Intensität und Entäußerung seiner SchauspielerInnen. Bühnenbild, beeindruckendes Ambiente, so wie eine musikalisch und akustisch dezente Bearbeitung dieses Stückes sorgen für einen intellektuell bereichernden und sinnlich lustvollen Theaterabend. In der Tat : Innerhalb der Luxemburger Bühnenwelt beschreitet MASKéNADA neue aufregende Wege !
(Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek)

Eine außergewöhnliche Grausamkeit von Portantes Text. Die Regie von Claude Mangen ist die logische Folgerung einer konsequenten Arbeit über das tiefsinnige Originalmanuskript. Die Schauspieler sind sehr überzeugend, die Musik von Serge Tonnar beschwörend.
(Lëtzebuerger Land)


Regie: Claude Mangen
Dramaturgie: Brigitte Meignant
Bühne: Camille Müller
Kostüme: Daniel Trento/ Doina Levintza
Toncollage: Serge Tonnar

Darsteller: Ioana Craciunescu, Clotilde Moynot, Didier Ruiz

Koproduktion mit dem Festival Teatru atelier Sfintu Gheorghe, Rumänien und der Compagnie théâtrale L’Escabelle de Florange (F)