Gastspiel in Berlin

Fräulein Else & Leutnant Gustl

von Arthur Schnitzler

in einer Theaterfassung von Boris C. Motzki

Premiere: Mittwoch 24. August 2016 um 19:30

"Niemals.
Nie werde ich mich verkaufen. Ich schenke mich her.
Ein Luder will ich sein, aber nicht eine Dirne."
Fräulein Else

 

Nach dem großen Erfolg von Fräulein Else & Leutnant Gustl im 5-Sterne-Hotel Le place d'Armes in Luxemburg 2014 und 2015 mit restlos ausverkauften Vorstellungen, zeigt das Künstlerkollektiv MASKéNADA diesen exquisiten Schnitzler-Abend im Luxushotel Grand Hyatt Berlin am Potsdamer Platz in Zusammenarbeit mit der Luxemburgischen Botschaft in Berlin.

Der erste Teil "Fräulein Else" spielt in der Bibliothek des Grand Hyatt. Nach einer Pause streifen die Zuschauer gemeinsam mit Leutnant Gustl durch das nächtliche Berlin: eine Reise in Schnitzlers Denk- und Gefühlswelt, die gnadenlose Einblicke in die menschliche Seele mit ihren Ängsten und Lebenslügen gibt, zeitlos und dabei von erstaunlicher Modernität.

Fräulein Else
Die 19jährige Else ist vor die Wahl gestellt: entweder sie zeigt sich dem Kunsthändler Dorsday für 15 Minuten nackt oder ihr Vater, ein Staranwalt der Gelder veruntreut hat, ist ruiniert. Einen ganzen Abend lang überlegt sie, hadert, zaudert und wägt ab. Als letzter Ausweg ist da immer noch das Beruhigungsmittel auf ihrem Nachttisch im Hotelzimmer. Ihre Gedanken überschlagen sich, sie erträumt sich mögliche Lösungen und hofft auf einen positiven Ausgang. Doch sie weiß, dass sie eine Entscheidung treffen muss...
Das Psychodrama - Elses innerer Kampf zwischen Scham und Aufopferungsbereitschaft, zwischen Individualität und gesellschaftlichen Erwartungen - nimmt seinen tödlichen Lauf.

Leutnant Gustl
Nach einem Konzert gerät der Hitzkopf Gustl in Streit mit einem Bäckermeister. Aus einer kleinen Rempelei wird für den standesbewussten Offizier gleich eine Ehrenangelegenheit. Da er sich mit dem gesellschaftlich Niedrigeren nicht duellieren kann, sieht Gustl keine andere Möglichkeit als den Dienst zu quittieren oder sich am nächsten Morgen zu erschießen. In der Nacht streift er durch die Stadt und schwankt zwischen Schande oder Frei- Tod. Am Morgen hat er einen Entschluss gefasst... Durch Gustls Gedankenstrom entlarvt Schnitzler die Hohlheit des Ehrbegriffs und hinter dem Porträt des Leutnants erscheint das Bild eines oberflächlich- substanzlosen, auf Anerkennung fixierten Menschen, dessen Individualität komplett unterdrückt ist.

Larisa Faber in der Rolle der Else
Max Thommes als Gustl
Musik und Choreografie: Gianfranco Celestino
Regie: Marion Rothhaar
Regieassistenz: Elisabeth Koch
Ausstattung: Laurie Lamborelle
Makeup: Jasmine Schmit
Produktionsleitung: Dani Jung und Christiane Thommes

Vorstellungen in der Bibliothek des Hotels
Grand Hyatt Berlin
Marlene-Dietrich-Platz 2, 10785 Berlin


Premiere:
Mittwoch 24. August 2016 um 19:30


Weitere Vorstellungen:
Donnerstag, 25. August 2016 um 19:30
Freitag, 26. August um 19:30


Dauer: 2 Stunden mit Pause

Tickets:

Tickets unter www.maskenada.lu
Email: elsegustl@maskenada.lu
T: (00352) 27489382


Normal: 12 €, reduziert: 8 €
 
Marion Rothhaar inszeniert Schnitzlers Novellen sehr publikumsnah, sehr zeitnah. (...) Sie bezieht das Publikum in das Geschehen mit ein, es wird zum Gesprächspartner ihrer beiden Protagonisten, für die ihre Wahl der Schauspieler nicht besser hätte passen können.(Tageblatt vom 15/7/2014)

In den beiden jungen Schauspielern finden die Charaktere erfrischend spontane und gleichzeitig in ihrem Können schlüssige Interpreten: Larisa Fabers Else ist bezaubernd flatterhaft, wie ein im Schmetterlingsnetz der Konventionen gefangener Falter; Max Thommes meistert nicht nur die darstellerische Herausforderung der Rolle, sondern auch die zusätzliche "extra muros"-Situation, bei der er mit viel Humor die Reaktionen der erstaunten Passanten mit einflicht. (Luxemburger Wort vom 16/7/2014)


Pressedossier (PDF)