Exit Lëtzebuerg

von Serge Tonnar mit Steve Karier

Premiere: 10. März 2006 im Kulturhaus Mersch
Tournee Studio Grand Théâtre Luxemburg

Die Flüchtlinge in Luxemburg: „Die sind ja alle bloß hier, weil hier für sie die Würste auf den Bäumen wachsen“. Der Meinung ist zumindest ein Radiohörer am Telefon.
In „Exit Lëtzebuerg“ liefern ein Autor, ein Schauspieler und ein Filmemacher mögliche und unmögliche Reaktionen der Menschen zum Thema „Asylanten“. Das reicht vom Wortüberfluss bis hin zur absoluten Sprachlosigkeit. An einem Abend zwischen Theater, Performance und Videovorführungen treffen wir Figuren, wie das Leben sie geschrieben hat. Selbst wenn verschiedene Textpassagen erfunden sind, ist der größte Teil wortwörtlich aus dem Leben gegriffen, wie zum Beispiel die Radiohörer, die ihrer Wut freien Lauf lassen, oder der Minister, der Rede und Antwort steht. Das Filmmaterial hat dokumentarischen Charakter, denn hier treffen wir „Asylbewerber“ in ihrem privaten Alltag. Der Kontrast zwischen ihrer Realität und dem Geschwätz der Einheimischen ruft beim Publikum eine neue Wirklichkeit hervor.

Presse:
Die eigentliche Sensation bei diesem Stück ist ohne Zweifel Steve Karier. Er bringt eine gar nicht so schweigsame Mehrheit in unterschiedlichen Verkörperungen erschreckend glaubhaft, aber auch irrsinnig komisch auf die Bühne. (…) Das derart gezeichnete Panoptikum einer in Behäbigkeit und Routine zu entschlummern drohenden Gesellschaft, die auf einmal keinen Rat mehr weiß, ist mehr als vortrefflich gelungen.
(Tageblatt)

Eine mutige Initiative, um das brisante Thema der Asylpolitik anzupacken. Mit viel Fingerspitzengefühl, Intelligenz und menschlichem Respekt
(Radio 100,7)

Exit Lëtzebuerg, eine gekonnte Mischung aus Vorstellungskraft und intelligent genutzten technischen Mitteln, der die Talente des Autors, des Regisseurs und des Schauspielers zu Gute kommen.
(La Voix)

Es wird viel gelacht in dieser Produktion, oft natürlich an den falschen Stellen. Aber ist das nicht besser, als wenn uns das Stück und seine Botschaft gleichgültig lassen würden?
(Luxemburger Wort)


Schauspieler, Konzept: Steve Karier
Text, Regie, Musik, Konzept: Serge Tonnar
Video, Konzept: Yann Tonnar
Assistenz: Marion Rothaar
Dekor: Do Demuth
Produktionsleitung: Christiane Thommes Eine Ko-Produktioun von MASKéNADA mit dem Kulturhaus Mersch