KLAMMS KRIEG

Ein Theaterstück von Kai Hensel

MASKéNADA präsentiert Klamms Krieg bereits in seiner vierten Spielzeit in Folge. Das Stück feiert 2013 - unter der Regie von Marion Poppenburg - Premiere in der Banannefabrik und wird seitdem als Gastspiel (2014 in Eupen, 2015 in den Carré Rotondes) und vor allem in den Klassenräumen Luxemburger Schulen gespielt (26 Schulvorstellungen 2014 und 2015). Auch für 2016 sind weitere Vorstellungen geplant.
Klamms Krieg ist ein brillant geschriebenes, intelligentes und fesselndes Lehrstück, das den Zuschauer auffordert, Position zu beziehen, anstatt zu schweigen. Eine schonungslose Auseinandersetzung mit dem Schulsystem, die aber auch Fragen aufwirft, die außerhalb der Bildungsinstitution im Raum stehen: Was hat heute noch einen Wert? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Und was passiert, wenn man diesen Kampf um Werte ernsthaft aufnimmt? Das Stück hinterfragt sehr direkt die Situation an unseren Schulen. Die Geschichte eines Lehrers, eines Schülers und einer gesamten Klasse bietet dem Publikum immer wieder Möglichkeiten, den Bezug zu eigenen Erlebnissen in der Schule herzustellen. Klamms Krieg soll daher als Denkanstoß für Lehrer und Schüler verstanden werden, gemeinsam die Schule zu einem lebenswerte(re)n Ort zu entwickeln.
Klamms Krieg spielt in einem Klassenzimmer. Im Stück rechnet ein Lehrer mit seinen Schülern ab, denen er ihre Mitschuld an seinem Scheitern, aber auch seine eigene Unzulänglichkeit vor Augen hält. Klamm fühlt sich durch seine Schüler verleumdet, herabgewürdigt und bedroht. Die Schüler, deren Äu?erungen nur durch Klamm zugänglich gemacht werden, lasten ihm den Selbstmord eines Mitschülers an, der um einen Punkt das Abitur nicht geschafft hat. "Herr Klamm, hiermit erklären wir ihnen den Krieg", zitiert er die Klasse und fügt gleichzeitig seine Antwort hinzu: "Das ist eine Beleidigung. Das ist eine Beleidigung aller, denen man im Krieg Arme und Beine abgeschossen hat."
 
Themenfelder: Lehrerberuf, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Mobbing und Burn-Out, Selbstmord, Schuldfrage


Schauspieler: Nickel Bösenberg
Assistenz: Tom Brücher
Projektkoordination: Nora Koenig/Dani Jung
Eine MASKéNADA- Produktion in Zusammenarbeit mit dem Centre d'Information et de Prévention, unterstützt vom Ministère de l'Education nationale, de l'Enfance et de la Jeunesse/SCRIPT

Für mehr Informationen oder Anfragen, melden Sie sich bitte bei Dani Jung: dani.jung@maskenada.lu, T: 27489382


Einmal mehr hat sich MASKéNADA auf eine ambitionierte Produktion eingelassen, bei dem (!) es diesmal um die Erforschung und Prävention von Selbstmordvorhaben geht. Veranschaulicht wird das wegweisende Projekt durch einen Bühnenmonolog, der souverän von dem deutschen Schauspieler Nickel Bösenberg getragen wird. (...) Das Stück wendet sich an Schulklassen und Pädagogen, an Heranwachsende aber auch an ein reiferes Publikum. Gleichgültig wird es keinen lassen.(Luxemburger Wort)

Die Autodestruktion des Selbstbildes, dieser Karikatur eines den Faust zitierenden Sakko-Trägers und die damit einhergehende Zügellosigkeit macht aus der Regiearbeit von Marion Poppenburg in der Banannefabrik ganz großes Theater, (...) eine bewegende und zum Nachdenken anregende Studie über einen sich schrittweise ankündigenden Kontrollverlust.?(d'Lëtzebuerger Land)