Heute Abend: Lola Blau

von Georg Kreisler
Musical für eine Schauspielerin
(in deutscher Sprache)

Premiere: 6. August 1998
in der CFL – Lagerhalle, Luxemburger Bahnhof
1998/99 Luxemburg, 2000 zu Gast im Theater Bregenz (A),
weitere Gastspiele bis 2001 (A, D)

"Im Theater ist nichts los!" singt Lola Blau 1945 bei ihrer Rückkehr nach Wien. Als Jüdin musste sie 1938 während des grausamen Aufkommens des Antisemitismus ihre Heimat verlassen. Ihre Geschichte ist die einer doppelten Irrfahrt, äußerlich auf der Suche nach einem sicheren Leben und einer Karriere als Sängerin, und innerlich auf der Suche nach ihrem eigenen Weg, einer Emanzipation.
Hinter Kreislers unterhaltsamem Musical steckt neben der politischen Geschichte des zweiten Weltkrieges die Initiationsreise einer jungen Schauspielerin, die erwachsen wird.
Um das theatralische Material hervorzuheben und so nah wie möglich am Publikum zu sein, wurde ein ungewöhnlicher und ausdrucksvoller Rahmen für die Inszenierung geschaffen: in der riesigen alten Zolllagerhalle der Luxemburgischen Bahn entstand mit einer Bühne, die das Publikum umgab, eine authentische Atmosphäre der alten Zeit. Wie im Kabarett saßen die Zuschauer an kleinen Tischen, in der Mitte stand ein großer Flügel. Hier trat Lola ihre Reise an, auf die sie die Zuschauer unmittelbar mitnahm.

Presse:
Sie ist eine phänomenale Lola Blau, schrill und laut, zerbrechlich und leise, anrührend und herrlich ordinär und von magischer Ausstrahlung. Mit Tony Schuster hat sie genau den richtigen Partner. Dass die bedrückende Ernsthaftigkeit dieser Reise mit solch einer Leichtigkeit erzählt wird, dass die Bilder trotz sparsamer Kulisse so farbig sind, ist einer gelungenen Regie und einem sensiblen Tony Schuster zu verdanken. Und vor allem einer göttlichen Sascha Ley. Ein Glanzstück.
(Süddeutsche Zeitung)

Hochkarätige Produktion aus Luxemburg.
(Münchner Merkur)

Die junge Schauspielerin und der Pianist verstehen es meisterhaft, mit Spiel, Chanson und beeindruckender Präsenz das Publikum an sich zu binden. Claude Mangen schafft eine beklemmend authentische Atmosphäre.
(Neue Vorarlberger Zeitung)

Eine reife meisterhafte Leistung ! Absolut sehenswert. Man wird noch lange davon zehren.(Tageblatt)


Regie: Claude Mangen
Bühne und Kostüme: Jeanny Kratochwil
Toncollage: Serge Tonnar

Darstellerin: Sascha Ley
Pianist: Tony Schuster