Mäcbess

(Macbeth) von William Shakespeare Freilichtinszenierung in der luxemburgischen Übersetzung von Jean-Michel Treinen

Premiere: 25. Juli 1996
im Amphitheater „Briechkaul“ im Wald von Berdorf, Luxemburg

Macbeth ist ein modernes Stück. Das Problem der Eskalation von Mord und Gewalt, Shakespeares Analyse des Mörderpaars, der Tyrannei von Leuten in extremen Situationen, all das bekam auf einmal, in modernes Luxemburgisch übertragen, ein anderes Gesicht. Und mein Blick ist oft nicht ins alte Schottland gegangen, sondern auf unser Verhältnis zu dem, was man als ' das Gute' und 'das Böse' bezeichnen kann. Man kann es auch die 'menschliche Natur', 'Psyche' oder 'Seele' nennen. Shakespeare konnte in seinem Stück keine Antworten finden. Doch ich finde, er hat unheimlich viele gute Fragen gestellt. Die Fragen, die sich auch heute jeder Mensch auf irgendeine Art stellt.
William Shakespeares Stücke sind ein seltenes Beispiel dafür, dass anspruchsvolles Theater durchaus sehr populär sein kann. Seine Traumfabrik liefert am Ende dieses Jahrhunderts noch immer die besten Drehbücher. Wir fragen uns nicht, ob Shakespeare ein Zeitgenosse sei, sondern suchen eine Auseinandersetzung mit seiner Welt. Unterstützt durch die brillante Übersetzung von Michel Treinen haben wir uns der Herausforderung gestellt, seine ungewöhnlichen, komplexen Figuren in unserer Sprache aufleben zu lassen. Roh, sinnlich, in der Natur; zwischen Steinen, Erde, Wasser und Wald.

Presse:
Impressive production... Mangen has gone for the physical and sensual - and quite rightly in such a setting. He uses the open space and the coarse confinement of the cave brilliantly, and as the night settles the use of lighting and torches to cast evil shadows across the piece is stunning. As for the language, Treinen has captured much of Shakespeare's dark poetry.
(Luxemburg News)

Eine sehr sinnliche Inszenierung
(Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek)

Endlich habe ich Macbeth verstanden. Es war alternatives Raumtheater pur. Die urwüchsige Symbiose zwischen Sprache und Stück war gelungen. Wir wollen uns für ein gutes Stück Theater bedanken.
(Journal)

Eine engagierte Truppe, eine außerordentliche Naturbühne. Diese Inszenierung geht neue Wege.
(Tageblatt)


Regie: Claude Mangen
Bühne: Susanne Bieling, Georges Baden
Kostüme: Susanne Bieling, Claudine Esch-Schank, Lina Seyler
Musik und Produktionsleitung: Serge Tonnar
Dramaturgie: Christina Seghezzi; Regieassistenz: Martine Brosius

Darsteller: Marcel Bausch, Marie-Christine Faber, David Junck, Christian Kmiotek, Ralph Krieps, Sascha Ley, Marc Limpach, Nicole Max, Georgette Muller, Daniel Plier, Max Putz, Jean-Pol Roden, Roger Seimetz, Claudine Thill, Clod Thommes, Ben und Max Thommes, Mike Tock, Florence Weber, Jules Werner.